Hamm-Moor
Donnerstag, 21.06.2018, Farnziehen auf der Arnika-Wiese

Das Hamm-Moor (auch Möreler oder Innier Moor genannt)

Aukruger Bund ist jetzt Mitglied im “žNetzwerk Moor-Aktive” in Schleswig-Holstein.

Im Netzwerk Moor-Aktive (Koordinator BNUR) geht es um den fachlichen und sozialen Austausch von Erfahrungen ehrenamtlicher und  professioneller Moorschützer und Betreuer. Seit dem 27. Februar 2016 im  Rahmen einer Fachtagung in Negenharrie und anschließender Exkursion in  das Dosenmoor bei Neumünster -Einfeld ist auch der Aukruger Bund  Mitglied im Netzwerk. Die vielen Erfahrungen anderer Betreuer und die  wissenschaftlichen Erkenntnisse können uns auch im Hamm Moor sehr  nützlich sein.

Schwerpunktthema war beim diesjährigen Treffen das Monitoring  (Beobachten) und Dokumentieren von Entwicklungen in Mooren insbesondere im Anschluss von umgesetzten Maßnahmen.

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Birkenwald

Wollgras Fichte 1 (FILEminimizer)

Wollgras

Bis Anfang der 1960iger Jahre wurde das Moor zur Torfgewinnung genutzt. Hierzu ist es in viele kleine Parzellen unterteilt worden. Die Parzellengrößen variieren von ca. 1.500m2 bis ca. 30.000 m2. Somit gab es ca. 50 Eigentümer. Durch Verkäufe, Übertragungen und Vererbungen hat sich die Eigentümerzahl vervielfacht.

Bis auf wenige Reste ist das Moor abgetorft. Einige Parzellen wurden nach der Abtorfung landwirtschaftlich bzw. forstwirtschaftlich genutzt. Die brachliegenden Flächen unterliegen der natürlichen Sukzession und verbuschen zunehmend.

Der Aukruger Bund möchte das Moor wiedervernässen, um in einer ehemals moorreichen Landschaft einen Lebensraum für die einzigartige Flora und Fauna eines Moores zu erhalten. Dazu möchten wir vorrangig die Intensivnutzung durch Ankauf aus dem Moor herausführen. Wir sind aber stets auch am Kauf und Pachtung von Moorpazellen interessiert.

Wir sind in jedem Jahr im Hamm Moor mit Entkusselungs- und Vernässungsmaßnahmen beschäftigt. Dabei bietet die einzigartige Moorlandschaft immer wieder spannende Erlebnisse und Begegnungen von Torfmoos, Wollgras bis Fuchs und durchziehenden Hirschrudel.

2014 erstellt Dr. Björn Rickert für den Aukruger Bund ein Gutachten und eine Planung zum Wiedervernässungsprojekt Hamm-Moor.

Das Ergebnis zeigt jedoch eine bereits zu weit fortgeschrittene Entwässerung und Zersetzung der Restmoorflächen sowie eine zu geringe Resttorfmächtigkeit. Lediglich drei Prioritätsbereiche weisen noch  ganzjährig höhere Wasserbestände auf. Diese sollen bei der Durchführung  von Maßnahmen im Mittelpunkt stehen und in 2016 umgesetzt werden  (Verfüllung der tief einschneidenden entwässernden Gräben und/oder den  Einbau von Grabenstauen). Weitere Ziele sind die Umwandlung von  Nadelforst in Laubwaldbestände sowie die Aufwertung von bestehendem  artenarmen Grünlandes in artenreicheres.

Möreler Moor uralt 2 bearbeitet
Möreler Moor uralt bearbeitet

Torfernte im Hamm Moor anno dazumal.

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